»Ich! – Heine«
Stück in 22 Szenen von Bernhard Hoffmann
»Blumen! Blumen! Ich will mein Haupt bekränzen zum Todeskampf. Und auch die Leier, reicht mir die Leier, damit ich ein Schlachtlied singe …«
Heine – der Romantiker, der sich in seiner Lyrik bei aller Ironie den ›schönen‹ Gefühlen hingibt. Heine – der Schöngeist, der ausschließlich durch Literatur auf Missstände aufmerksam macht. Heine – der Kämpfer zwischen den Welten, der in tausend Werken die dumpfe bürgerlich-träge Geisteshaltung des damaligen Deutschland geißelt, das – im Gegensatz zum revolutionären Frankreich – nur unentschlossen für Gleichheit, Freiheit und Brüderlichkeit eintritt. So bleibt Harry Heine, geboren 1796 in Düsseldorf, Jude, dann Konvertit, zwischen allen Stühlen: von den Politischen verachtet als Ästhet, von den Landesfürsten als gefährliches Element diskreditiert und verfolgt. Kein Jude, kein Christ, ein Poet, ein Zeitkritiker, aufbauend, zerstörerisch, überall ein Außenseiter. Problematische Konstellationen – irgendwie unfassbar.
Bleibt ein Versuch, sich dem Widerspruchsgeist Heines zu nähern, indem wir ihm 1831 nach Paris folgen, der Stadt, »wo alle Tage ein Stück Weltgeschichte tragiert wird« und wo das Exil zur steten Quelle der Inspiration wird.
In 22 Bildern werden die gesellschaftlich-politischen und persönlichen Stationen in der »Hauptstadt der Revolution« im Spiegel von Gedichten und Schriften in Szene gesetzt.
Text: Bernhard Hoffmann
Regie: Birgit Hoffmann
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