»Top Dogs«, Schauspiel von Urs Widmer

 

Die »Helden« der Arbeit werden immer mehr, management buyout, zero base budgeting,
point-of-no-return: sie, die bis vor kurzem unangreifbar schienen, werden nun plötzlich entlassen,
weil Unternehmen umstrukturiert werden. Keiner wird geschont, ganze Managementsebenen verschwinden von einem Tag auf den anderen: outsourcing, outplacing – buy, hold, sell.

»Top Dogs« spricht von jenen Arbeitslosen, die vor ihrer Entlassung an den Schalthebeln der Macht gesessen haben – und zugleich von der existentiellen und psychischen Verfasstheit aller, denen der Boden unter den Füßen weggezogen wird, wie wir sie täglich in den Nachrichten erleben können.

Acht Schauspieler schlüpfen unter eigenem Namen in die Rollen ehemaliger Top-Manager/innen, die in einem Karriere-Forführungs-Seminar versuchen, neue Energien für verschärfte Bedingungen zu gewinnen. Geschickt bindet der Schweizer Autor die Tragödie in aberwitzige Szenen ein, albtraumhaft düstere Elemente lassen einem die menschlichen Katastrophen unter die Haut gehen, weil uns das
alles auch angeht. Das Stück erhielt den begehrten Mülheimer Dramatikerpreis, den 3sat-Innovations-
preis und wurde Stück des Jahres 1997 in der Zeitschrift Theater heute.

Mit Julia Balogh, Immanuel Bartz, Simone Busch, Frank Jaeger, Claudia Mittag, Angela Seebach, Martin Schraufstetter, Frauke Stöter.

Regie: Birgit Hoffmann

 

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